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Wolfskuss

Schon lange habe ich nicht mehr so sehr gelacht, wie bei dem Roman Wolfkuss. Es geht um Werwölfe, um was sollte es auch sonst gehen. Immerhin habe ich das Buch gekauft. Allerdings kann ich zu meiner Verteidigung sagen, dass es sonst immer um Vampire ging. Nicht dass das besser wär.

 

Aber zurück zum Buch. Da gab es wirklich einen Typen, der vier Uhr nachts NACKT Tai-Chi machte. Klar, was macht man auch sonst mitten in der Nacht, wenn die Erde von aggresiven Werwölfen bevölkert wird.

Ich habe ja am Anfang gedacht, es geht um den üblichen Mensch und Werwolf verlieben sich Plott. Es deutete auch alles darauf hin. Außerdem war allein der Gedanke so urkomisch, dass ich bis zum Schluß nicht aufgeben wollte, daran zu glauben, dass der Kerl einer ist. Frei nach dem Motto: "Sag mal, Schatz? Weißt du zufällig etwas über die Mordfälle, die gleichzeitig mit dir aufgetaucht sind?"  "Ähm, nö." Oder: "Hast du wirklich keine Wolf gesehen? Immerhin endet die Blutspur zu deinen Füßen." "Äh, nein." Baute er doch sein Haus mitten in einem Wald. Es war immerhin so kuschelig, zwischen hunderten von Werwölfen zu leben.

Aber hey, der Naturliebhaber machte alles, wirkich alles NACKT! Ich mein, ist das normal, fünf Meilen NACKT durch den Wald zu wanden, nur um seinen Partner zu treffen? Oder, ich wiederhole es immer wieder gern, NACKT Kampfsport zu trainieren? Und dann soll der Typ auch noch ein Mensch sein.

Ich war wirkich enttäuscht, als herauskam, dass er kein Werwolf ist. Es hatte alles so schön zusammen gepasst. Aber nein, er war ein absolut durschnittlicher Exhibitonist. Meiner Meinung nach.

Wie sich herausstellte, war die Oma an den Überfällen in dem Provinzkaff schuld. Ich muss sagen, ich liebte die Oma. Die war richtig cool. Sie war chronisch schlecht gelaunt, soff wie ein Loch Kaffee und konnte keinen Satz beenden ohne zu fluchen. Zudem war sie leidenschaftliche Kettenraucherin. Blöd war nur, dass sie gegen Ende des zweiten Weltkriegs aus Deutschland ausgewandert war, als Inhaberin eines speichelübertragenden Viruses, der in der Nacht verstärkten Haarwuchs und Knochendeformationen hervorruf. Natürlich war sie mal eine ganz liebe gewesen. Wollte sich nur heilen und dann in Frieden unter der Erde ruhen. Dachte, dass sie das mit über 80 verdient hatte. Irgenwann bekam sie aber die fixe Idee, sie hätte die Weltherrschaft verdient. Warum auch nicht? Und da sie keine gegenteiligen Argumente fand, schmiedete sie auch gleich Pläne. Leider musste sie sterben. Damit es noch ein Friede-Freude-Eierkuchen-Ende gab.

 Trotzdem hat mir die Geschichte, so blöd und vorherrsehbar die Story auch war, mehr als nur ein Dutzend Lacher entlockt. Ich empfehle jedem, der Hausfrauengroschenromane mag, das Buch unbedingt zu lesen!

 Hausfrauengroschenromane sind, wenn es jemand noch nicht weiß, Bücher für Frauen mit vielen delikaten Szenen, sprich erotischem Sex. Hrr, hrr.

Es gibt immer ein Happy End und die Frauen sind letzendlich auffallend oft Schwanger, aber auf jeden Fall in den festen Händen eines chauvinistischen, eifersüchtigen, und doch liebevollen, fürsorglichen und leidenschaftlichen Machos. Und angeblich noch glücklich dabei. Ich sag euch, wenn ich je so einen Mann in realen Leben treffen würde, würde ich mir dem mit einem Lasso fangen und an mich fesseln. Da kann er eine Abneigung gegen Kleidung haben, wie er will. Ist irgendwo ja auch praktisch.


20.4.09 22:51
 


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